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Luca Wegener (links) und Prof. Dirk Wilhelm besprechen Untersuchungsergebnisse vor OP-Bildschirm
Copyright: Astrid Eckert / TUM

Am TUM Klinikum in München erforschen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler den Einsatz von Robotik und Künstlicher Intelligenz im Operationssaal. Dafür wurde ein Experimental-OP mit Tiefenkameras, Mikrofonen und Bewegungssensoren ausgestattet, die einen digitalen Zwilling des OPs erstellen.

Das System erfasst Bewegungen, Abläufe und Interaktionen des OP-Teams in Echtzeit. Ziel ist es, Arbeitsprozesse zu analysieren und robotische Assistenzsysteme künftig effizienter und ergonomischer in den Klinikalltag zu integrieren. Zusätzlich werden physiologische Daten erhoben, um Belastung und Stress des Personals besser zu verstehen.

Im Rahmen des Forschungsprojekts „ForNeRo“ testet das Team robotikgestützte Operationen an künstlichen Körpermodellen. Dabei kommen unter anderem Roboter zum Einsatz, die Endoskope halten oder chirurgische Instrumente steuern. Die Forschenden untersuchen, wie sich solche Systeme nahtlos in bestehende OP-Prozesse integrieren lassen.

Ein Schwerpunkt liegt auf minimal-invasiven Eingriffen wie Gallenblasenoperationen oder Leistenbruchbehandlungen. Die Robotersysteme sollen dabei helfen, körperliche Belastungen für Chirurginnen und Chirurgen zu reduzieren und präzisere Bewegungen zu ermöglichen.

Langfristig sollen die gesammelten Daten auch für KI-Anwendungen genutzt werden. Künftige Systeme könnten automatisch erkennen, welche Instrumente verwendet werden oder welche Operationsschritte gerade stattfinden. Damit könnte KI künftig OP-Planung, Assistenz und Entscheidungsprozesse unterstützen.

Die Forschung zeigt, wie digitale Zwillinge, Robotik und KI zusammenwirken können, um chirurgische Abläufe effizienter, sicherer und ergonomischer zu gestalten.