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Roboterarm berührt menschliche Hand

Forschende der Technischen Universität München (TUM) haben mit WearaCob ein intelligentes Assistenzsystem entwickelt, das Exoskelett und kollaborativen Roboter (Cobot) miteinander verbindet. Ziel ist es, körperlich belastende Tätigkeiten in der industriellen Fertigung zu erleichtern und die Zusammenarbeit zwischen Mensch und Roboter effizienter zu gestalten.

Das am Munich Institute of Robotics and Machine Intelligence (MIRMI) entwickelte System besteht aus einem Schulter-Exoskelett und einem einarmigen Cobot. Während der Roboter Bauteile anhebt und deren Gewicht sowie Schwerpunkt erfasst, übermittelt er diese Informationen in Echtzeit an das Exoskelett. Dieses passt die Unterstützung automatisch an und entlastet gezielt die Muskulatur der Nutzerinnen und Nutzer.

Tests zeigen, dass sich der Kraftaufwand der Oberarmmuskulatur durch das System um bis zu 65 Prozent reduzieren lässt. Selbst asymmetrische Bauteile können berücksichtigt werden, indem die Unterstützung für beide Arme individuell angepasst wird.

Neben der körperlichen Entlastung soll WearaCob auch die Integration von Robotik in Produktionsprozesse vereinfachen. Der eingesetzte Cobot lässt sich durch Vormachen statt Programmieren anlernen: Mitarbeitende führen den Roboterarm einfach durch die gewünschte Bewegung – Programmierkenntnisse sind dafür nicht erforderlich.

Mit WearaCob zeigt die TUM, wie KI, Robotik und intelligente Assistenzsysteme künftig zu einer ergonomischeren und flexibleren Zusammenarbeit zwischen Mensch und Maschine in der Industrie beitragen können.