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Der neue und der alte Garmi Pflegeroboter im Hintergrund
Copyright: Max Merget

Die Technische Universität München (TUM) hat einen weiterentwickelten Assistenzroboter namens Garmi vorgestellt. In enger Zusammenarbeit haben Robotik-Forschende des Munich Institute of Robotics and Machine Intelligence (MIRMI) und Designer des Munich Design Instituts (MDI) eine Plattform geschaffen, die Funktionalität, Benutzerfreundlichkeit und menschliche Akzeptanz vereint. Der neue Roboter wurde der bayerischen Staatsministerin für Gesundheit, Pflege und Prävention, Judith Gerlach, bei einem Besuch im Forschungszentrum Garmisch-Partenkirchen präsentiert.

Der neue Garmi zeichnet sich durch ein innovatives Design aus: Eine kippsichere, fahrbare Basis trägt einen ausfahrbaren Oberkörper mit zwei Armen und einem Kopf, der Sprache versteht und mit zwinkernden Augen eine freundliche Präsenz vermittelt. Ausgestattet mit Kameras, Lidar und 3D-Sensoren kann er sich präzise bewegen und Aufgaben wie das Greifen von Gegenständen oder das Bringen von Getränken ausführen.

Die Entwicklung zielte darauf ab, einen Roboter zu schaffen, der nicht nur technisch funktioniert, sondern auch intuitiv bedienbar ist und Vertrauen schafft. Das interdisziplinäre Team integrierte dabei Erkenntnisse aus Workshops mit Pflegekräften, älteren Menschen und Ärzten. Das Design, das auch traditionellen Lodenstoff integriert, soll Wärme und Nahbarkeit vermitteln, um eine emotionale Verbindung aufzubauen.

Die Gesundheitsministerin Gerlach hob hervor, dass innovative Lösungen wie Garmi hervorragend dazu geeignet sind, Pflegekräfte zu entlasten und die Lebensqualität pflegebedürftiger Menschen zu verbessern. Der Vizepräsident der TUM betonte, dass die Nähe zu den Bedürfnissen der Menschen entscheidend für die Entwicklung effektiver Unterstützungslösungen sei.

Zukünftig soll der neue Garmi weiter abgesichert werden, um im häuslichen Umfeld und in Pflegeeinrichtungen eingesetzt werden zu können. Seine Anwendungsmöglichkeiten reichen vom Heben von Gegenständen bis zur Unterstützung beim Aufstehen, der Förderung von Kommunikation und der Erinnerung an Medikamente.