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Die Lösung: Präzise Echtzeit-Analyse durch KI
Hier setzt die Innovation von „GIPScycle“ an. Das Forschungsteam entwickelte ein System, das mittels moderner Sensorik und Künstlicher Intelligenz Gipsabfälle direkt im Prozess analysiert.
Vorteile für Industrie und Umwelt
Die im Projekt entwickelte Webapplikation ermöglicht es Unternehmen, die Daten direkt vor Ort auszuwerten. Die Vorteile für die Praxis sind signifikant:
Schnelle Prozesssteuerung: Die Materialzusammensetzung wird sofort erkannt. Dadurch können Produktionsprozesse unmittelbar angepasst oder ungeeignete Chargen ausgeschlossen werden.
Qualitätssicherung: Das Verfahren sichert eine gleichbleibend hohe Qualität des recycelten Endprodukts und reduziert Ausschuss.
Datensouveränität: Die Anwendung kann auf unternehmenseigenen Servern betrieben werden, wodurch die volle Kontrolle über die sensiblen Produktionsdaten gewährleistet ist.
Ein wichtiger Schritt für die Kreislaufwirtschaft im Bausektor: Das Institut für Digital Engineering (IDEE) der Technischen Hochschule Würzburg-Schweinfurt (THWS) hat das Forschungsprojekt „GIPScycle“ erfolgreich abgeschlossen. Im Rahmen des bayerischen Projektverbunds „ForCYCLE Technikum“ wurde ein KI-gestütztes Verfahren entwickelt, das die Analyse und Wiederverwertung von gipshaltigen Bauabfällen entscheidend verbessert. Bei der Abschlussveranstaltung in Nürnberg würdigte auch der Bayerische Umweltminister Thorsten Glauber die Ergebnisse.
Die Herausforderung: Störstoffe im Gipsabfall
Gipsplatten sind ein wertvoller Rohstoff, doch Abfälle aus dem Rückbau von Gebäuden enthalten oft Verunreinigungen wie Silikonverbindungen (Siloxane) oder sogar gesundheitsgefährdenden Asbest. Diese Störstoffe behindern ein hochwertiges Recycling und machen eine aufwendige manuelle Prüfung notwendig.
Bayerische Innovation für mehr Nachhaltigkeit
Das Projekt „GIPScycle“, das vom Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz mit über 700.000 Euro gefördert wurde, leistet einen wichtigen Beitrag zur Ressourcenschonung. Durch die enge Zusammenarbeit mit Industriepartnern wie der Knauf Gips KG und Forschungseinrichtungen wie dem Center for Applied Energy Research e. V. (CAE) wurde die Praxistauglichkeit der Technologie sichergestellt. Das Projekt zeigt eindrucksvoll, wie KI aus Bayern die Industrie dabei unterstützt, nachhaltiger und effizienter zu wirtschaften.