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Two scientists in a lab, wearing goggles and gloves, focus on experiments with glassware and microscopes.

Mit einer neuen Förderrichtlinie unterstützt das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) den Aufbau eines nationalen Netzwerks für eine föderierte Gesundheitsdateninfrastruktur im Europäischen Gesundheitsdatenraum (European Health Data Space, EHDS). Ziel ist es, bestehende Gesundheitsdateninfrastrukturen zu vernetzen und den sicheren Zugang zu Gesundheitsdaten für Forschung, Innovation und Versorgung zu erleichtern. Für das Entwicklungsprojekt stehen bis zu 14 Millionen Euro für den Zeitraum 2027 bis 2029 zur Verfügung.

Gerade für Künstliche Intelligenz im Gesundheitswesen schafft die Förderung wichtige Voraussetzungen: Hochwertige, interoperable und datenschutzkonforme Gesundheitsdaten sind eine zentrale Grundlage für die Entwicklung und Validierung moderner KI-Anwendungen – etwa in der personalisierten Medizin, der klinischen Entscheidungsunterstützung oder der medizinischen Forschung. Die Maßnahme soll dazu beitragen, Gesundheitsdaten künftig einfacher, standardisiert und sicher für Forschungs- und Innovationsvorhaben verfügbar zu machen.

Bundesweites Netzwerk für den EHDS

Im Mittelpunkt der Förderung steht ein bundesweites Verbundprojekt, das gemeinsam mit der Datenzugangs- und Koordinierungsstelle (DACO) am Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) technische Komponenten, Prozesse und Referenzarchitekturen für die Sekundärnutzung von Gesundheitsdaten entwickelt. Dazu gehören unter anderem der Aufbau eines nationalen Metadatenkatalogs, standardisierte Antrags- und Datenbereitstellungsprozesse, sichere Verarbeitungsumgebungen (Secure Processing Environments) sowie interoperable IT-Lösungen für den EHDS. Bestehende Gesundheitsdatenplattformen und Forschungsinfrastrukturen sollen dabei eng eingebunden und weiterentwickelt werden.

Wer kann sich bewerben?

Antragsberechtigt sind unter anderem Hochschulen, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen, Unternehmen, gemeinnützige Organisationen sowie Gebietskörperschaften, die gemeinsam in einem Verbundvorhaben zusammenarbeiten. Voraussetzung ist unter anderem, dass die beteiligten Partner bereits über relevante Infrastrukturen für die Sekundärnutzung von Gesundheitsdaten verfügen und national vernetzt sind.

Die Förderung erfolgt im zweistufigen Verfahren. Projektskizzen müssen bis spätestens 14. September 2026 (23:59 Uhr) über das Förderportal easy-Online eingereicht werden. Ausgewählte Konsortien werden anschließend zur Einreichung eines förmlichen Förderantrags aufgefordert. Die Projektlaufzeit kann bis zu 36 Monate betragen.

Die wichtigsten Informationen auf einen Blick

  • Förderprogramm: Etablierung eines nationalen Netzwerks zum Aufbau einer föderierten Gesundheitsdateninfrastruktur im Europäischen Gesundheitsdatenraum (EHDS)

  • Fördergeber: Bundesministerium für Gesundheit (BMG)

  • Fördervolumen: bis zu 14 Mio. Euro

  • Zielgruppe: Verbünde aus Hochschulen, Forschungseinrichtungen, Unternehmen, gemeinnützigen Organisationen und öffentlichen Einrichtungen

  • KI-Bezug: Aufbau interoperabler Gesundheitsdateninfrastrukturen als Grundlage für KI-gestützte Forschung, Innovation und personalisierte Medizin

  • Einreichungsfrist für Projektskizzen: 14. September 2026

  • Projektlaufzeit: bis zu 36 Monate