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Markus Blume hält mit anderen Politikern eine NVIDIA GPU auf einer Konferenz
©Axel König/StMWK

MÜNCHEN. Als „großen Tag für KI in Bayern und Meilenstein für die Wissenschaft und Forschung in Bayern und Deutschland“ bezeichnete Bayerns Wissenschaftsminister Markus Blume die heutige Vertragsunterzeichnung für eine Lieferung von Hochleistungsprozessoren des weltweit führenden Herstellers von KI-Infrastruktur NVIDIA im Bayerischen Wissenschaftsministerium in München. Der Freistaat zündet damit die nächste Stufe seiner KI-Offensive: Er baut die Rechenleistung für Wissenschaft und Forschung massiv aus und schafft so die Voraussetzung für die Entwicklung der Blue Swan Plattform, einer eigenen, vertrauenswürdigen Plattform aus KI-Modellen mit unterschiedlichsten Fähigkeiten und Anwendungen. Grundlage dafür ist eine neue Generation von Hochleistungsrechnern, die heute vertraglich auf den Weg gebracht wurde.

Wissenschaftsminister Markus Blume betonte bei der Vertragsunterzeichnung in München: „Mit weiteren 1.024 KI-Chips des Weltmarktführers NVIDIA entsteht in Bayern die Rechenpower, die für die Entwicklung leistungsstarker KI-Modelle entscheidend ist. Wir schlagen damit das nächste große Kapitel in Sachen KI auf! Wir sind stolz auf diese die starke Partnerschaft zwischen NVIDIA und Bayern.“

Blume betonte das starke Konzept Bayerns: „Diese neuen GPUs sind kein Selbstzweck, sondern sollen KI in die Anwendung bringen. Mit unserer Blue-Swan-Plattform entwickeln wir ein eigenständiges KI-Basismodell für zentrale Anwendungsfelder wie Gesundheit und Robotik, das es in dieser Form noch nicht gibt. Die Blue-Swan-Plattform denkt in Fähigkeiten, ist multi-modal angelegt und folgt dem Grundsatz von Open Source. Deshalb wollen wir auch andere einladen, hier mitzuwirken.“

Rod Evans, NVIDIA-Vize-Präsident Supercomputing, Higher Education & AI, EMEA, erklärte: „Bayern ist europaweit ein echtes Powerhouse, was die KI-Aktivitäten betrifft. Ich freue mich, dass wir diese Partnerschaft heute besiegeln und damit gemeinsam den großen nächsten Schritt für das KI-Ökosystem und damit für Wissenschaft und Forschung in Bayern und Deutschland gehen. Dadurch wird Bayern zum KI-Macher, denn der Freistaat hat mit seiner Hightech Agenda Bayern längst gezeigt, dass hier ein echtes Bekenntnis zu Fortschritt und die Weiterentwicklung von KI besteht. Das nenne ich echte Zukunftsorientierung, denn die die Nachfrage nach Rechenleistung wächst stetig – und Wissenschaft und Forschung dürfen nicht ins Hintertreffen geraten.“

Mit der heutigen Vertragsunterzeichnung wird die Recheninfrastruktur für das KI-Basismodell massiv ausgebaut: Ab Herbst 2026 werden die Entwicklerteams für die Blue Swan Plattform exklusiv auf die massiv erweiterte Rechenkapazität zugreifen können und die Forschung vorantreiben. Der leistungsfähige Cluster mit den neuen Hochleistungsprozessoren von NVIDIA entsteht am Nationalen Hochleistungsrechenzentrum Erlangen (NHR) der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) unter der Leitung von Prof. Gerhard Wellein. Die technische Umsetzung erfolgt gemeinsam mit dem Partner Megware.

Wissenschaftsminister Markus Blume erklärte: „Wir verbinden die besten Ideen unserer KI-Wissenschaftler mit der besten Infrastruktur und investieren allein hierfür 54,5 Millionen Euro – mehr als jedes andere Bundesland! Insgesamt stehen damit künftig im Erlanger Hochleistungsrechenzentrum allein rund 1.400 GPUs für das neue bayerische KI-Basismodell zur Verfügung - insgesamt perspektivisch sogar bis zu 1.700. An der FAU entsteht damit die größte KI-Rechnerinfrastruktur in der deutschen Hochschullandschaft.“