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Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat im Rahmen ihrer strategischen KI-Förderinitiative einen neuen Aufruf für Emmy Noether-Gruppen im Bereich „Methoden der Künstlichen Intelligenz“ veröffentlicht. Ziel ist es, herausragende Wissenschaftler*innen in frühen Karrierephasen gezielt zu fördern und ihnen den Aufbau eigenständiger Forschungsgruppen zu ermöglichen.
Methoden der KI haben sich zu zentralen Werkzeugen in zahlreichen wissenschaftlichen Disziplinen entwickelt. Entsprechend liegt ein Fokus der Ausschreibung auf der Entwicklung, Weiterentwicklung sowie Analyse und Bewertung von KI-Methoden. Der thematische Rahmen ist bewusst breit gefasst und umfasst unter anderem Bereiche wie Maschinelles Lernen, Optimierung, Algorithmik, Data Analytics, Wissensrepräsentation sowie mathematisch-formale und statistische Grundlagen der KI.
Mit dem Emmy Noether-Programm eröffnet die DFG exzellenten Nachwuchswissenschaftler*innen die Möglichkeit, über einen Zeitraum von sechs Jahren eigenverantwortlich eine Forschungsgruppe zu leiten. Dies stärkt nicht nur das individuelle Forschungsprofil, sondern erhöht auch die internationale Sichtbarkeit und verbessert die Chancen auf eine Professur.
Wer kann sich bewerben?
Der Aufruf richtet sich an Postdoktorandinnen sowie an Inhaberinnen von befristeten Junior- oder vergleichbaren Qualifizierungsprofessuren in einer frühen Karrierephase. Eine Bewerbung ist in der Regel zwei bis vier Jahre nach der Promotion möglich. Erwartet werden eine herausragende Promotion, einschlägige Publikationen oder vergleichbare Forschungserfahrung sowie internationale Erfahrung.
Auch internationale Wissenschaftler*innen sind ausdrücklich eingeladen, sich zu bewerben – insbesondere mit Blick auf einen Wechsel oder eine Rückkehr nach Deutschland.
Antragsverfahren und Fristen
Das Auswahlverfahren ist zweistufig angelegt. In der ersten Phase wird eine maximal fünfseitige Antragsskizze eingereicht. Erfolgreiche Bewerber*innen werden anschließend zur Einreichung eines Vollantrags und zu einer persönlichen Vorstellung eingeladen.
Einreichungsfrist für Skizzen: 10. Juni 2026
Registrierung im elan-Portal: spätestens 3. Juni 2026
Einladung zur Antragstellung: Anfang Oktober 2026
Abgabefrist für Vollanträge: 2. Dezember 2026
Entscheidung: voraussichtlich im zweiten Quartal 2027
Die Einreichung erfolgt ausschließlich über das elan-Portal der DFG.
Chancengleichheit und Rahmenbedingungen
Die DFG legt großen Wert auf Diversität und Chancengleichheit und ermutigt insbesondere Wissenschaftlerinnen zur Antragstellung. Zudem profitieren Geförderte von attraktiven Rahmenbedingungen im deutschen Wissenschaftssystem, einschließlich sozialer Absicherung, Unterstützung bei Umzügen sowie familienbezogenen Leistungen.