Zurück zur vorherigen Seite
5 Ärzte mit Mundschutz und blauen Kitteln operieren in einem OP-Saal
Julia Bergmeister / TUM Klinikum

Ein Team des Klinikums rechts der Isar der Technischen Universität München hat erstmals in Europa einem querschnittsgelähmten Patienten eine Hirn-Computer-Schnittstelle implantiert. Der fünfstündige Eingriff soll dem 25-jährigen Michael Mehringer ermöglichen, künftig ein Smartphone und einen Roboterarm allein mit Gedanken zu steuern. Über 256 Mikroelektroden werden neuronale Signale ausgelesen und mithilfe von KI-Algorithmen decodiert. Das Projekt ist Teil der Studie „Künstliche Intelligenz für Neurodefizite“ und verbindet Medizin, Ingenieurwissenschaften und KI-Forschung. Für Mehringer bedeutet der Eingriff Hoffnung auf mehr Selbstständigkeit – und für die Wissenschaft einen entscheidenden Schritt auf dem Weg zu neuen Therapieansätzen für Menschen mit Lähmungen.